KrämerLoft Coworking Erfurt | KrämerLoft Coworking Space Erfurt bei der Cowork 2016 in Hamburg
Erlebnisbericht vom KrämerLoft Coworking Space Erfurt über die Cowork2016 in Hamburg
Coworking
350964
post-template-default,single,single-post,postid-350964,single-format-standard,eltd-cpt-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,moose-ver-1.7, vertical_menu_with_scroll,smooth_scroll,blog_installed,wpb-js-composer js-comp-ver-5.0.1,vc_responsive
Coworking-Space-Erfurt_cowork2016_thueringen

Ich war letztes Wochenende in Hamburg zur Cowork2016 – der Coworking-Konferenz der DACH-Region. Mal davon abgesehen, dass Hamburg eine wunderbare Stadt ist, haben vor allem die netten Menschen auf der Cowork2016 dieses Wochenende für mich zum Erlebnis gemacht.

 

Mit welchen Erwartungen bin ich hingefahren?

Ganz ehrlich? Ich hatte so große Erwartungen. Ich habe mich auf den Weg nach Hamburg gemacht, weil ich einfach Gleichgesinnte treffen wollte, um mich auszutauschen und hilfreiche Tipps zum Betreiben eines Coworking Spaces einzufangen.

  • Welche Stolperfallen sollte ich möglichst umgehen?
  • Welche Erfahrungen haben die Coworking Space Betreiber in den letzten Jahren gemacht?
  • Ist es ein Unterschied in einer Großstadt oder in der Provinz ein Space zu betreiben?
  • Was funktioniert besser Open Space (Großraum) oder kleinere Büros?
  • Wie kalkuliere ich die Preise?
  • Kann man überhaupt vom Betreiben eines Coworking Space leben?

Fragen über Fragen …

Coworking-Space-Erfurt_cowork2016

Sessionplanung Barcamp

 

Was habe ich erlebt?

Ich habe so viele nette und offene Menschen kennengelernt, die letztlich meine Erwartungen noch übertroffen haben. Es ist wie eine große Familie. Man kennt sich und greift sich gegenseitig unter die Arme.

Keiner hat hinter dem Berg gehalten. Alle haben ganz offen und ehrlich meine vielen Fragen beantwortet. Das war einfach klasse! Vielen Dank

Am Freitagabend gab es ein lockeres Kennenlernen und erste Impulsvorträge im Coworking Space Shhared. Am Samstag fand ein wertvolles Barcamp im Werkheim statt. Die Teilnehmer brachten interessante Diskussionsthemen ein und wir fanden uns in den einzelnen Sessions zusammen, um Zukunftsvisionen zu erörtern. Das Werkheim ist übrigens ein ganz tolles Space. Es war früher mal eine Lederfabrik, die zu neuem Leben erweckt wurde und einen ganz besonderen Charme hat. Ich habe mich wirklich verliebt.

Am Sonntagvormittag gab es noch einmal eine offene Diskussionsrunde zu einigen Zukunftsthemen wie sich das Coworken weiter entwickelt. Es war sehr spannend. Die neue Art zu arbeiten findet immer mehr Anhänger. In den letzten beiden Jahren hat sich die Anzahl der Coworking Spaces weltweit mehr als verdoppelt auf 7.800 im Jahr 2015. Die digitalen Nomaden haben so das Coworking & Travel für sich entdeckt. Durch die Welt reisen und überall arbeiten, wo es mir gefällt.

Es gab Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe zwischen den großen erfolgreichen Coworking Spaces wie dem Betahaus Hamburg oder St. Oberholz in Berlin und den kleineren Spaces. Besonders wertvoll waren auch Gespräche über das Scheitern und die Probleme beim Betreiben eines Spaces.

Vor allem aber habe ich mich darüber gefreut, endlich mal die Akteure einiger Spaces persönlich kennenzulernen, mit denen ich bereits im Netz schon Kontakt hatte. Speziell mit den Gründerinnen vom JuggleHub Berlin, die einen ähnlichen Ansatz wie das KrämerLoft planen und auch ein familienfreundliches Coworking Space aufbauen möchten, hatte ich mich im Vorfeld schon mehrfach ausgetauscht. Nun konnten wir endlich mal in Ruhe schnattern.

 

Was habe ich mitgenommen?

Die Coworking Space Landschaft ist so wunderbar bunt und vielfältig in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es gibt fast nichts was es nicht gibt. Vom großen 3000qm-Space in der Großstadt bis hin zum 100qm-Space in der Provinz ist einfach alles möglich.

Auch die Art wie die Coworking Spaces betrieben werden, ist so unterschiedlich. Da gibt es die Space-Betreiber, die es als Einzelunternehmen alleine betreiben. Es gibt das Genossenschaftsmodell an dem ein Großteil der Coworker beteiligt sind und das Space gemeinsam weiter entwickeln. Es gibt sogar ein Coworking Space, was von einer Stadt betrieben wird.

Der Großteil der Coworking Spaces werden allerdings als Zeitunternehmen von mehreren Betreibern „nebenbei“ betrieben. Wobei „nebenbei“ auf keinen Fall heißt, es läuft von alleine. Um ein echtes Coworking Space zu betreiben – das habe ich am Wochenende wirklich verstanden – muss man viel Zeit und Energie in die Community investieren.

Nur wenn die Coworker den einmaligen Nutzen der Community spüren und die Vorteile zu schätzen wissen, kommen sie gerne regelmäßig und es entstehen tatsächlich gemeinsame Projekte.
Alles in allem ein gelungenes Wochenende und ich bin bestärkt wieder nach Hause gefahren. Ich möchte so einen wunderbar kreativen Ort auch hier in Erfurt aufbauen.

Lasst es uns gemeinsam angehen!

Tags:
AUTHOR: NettiSenni
2 Comments
  • Das klingt wirklich spannend. Da kann man sicherlich so einiges an Wissen mitnehmen.

    Oktober 17, 2016

Leave a Comment

Your email address will not be published.

7 + neunzehn =